Laiendominikaner aus Düsseldorf, Heidelberg, Wien und Berlin und P. Lucas Wieshuber OP machten sich Anfang Oktober 2026 in Rom auf Suche der Spuren des hl. Dominikus. Ab dem Jahr 1215 hatte Dominikus die Päpste im Lateranpalast aufgesucht, um seine Gemeinschaft der Predigerbrüder in Toulouse als weltweiten Orden zu gründen. So sind wir er in der Kirche San Giovanni in Laterano gestartet. Über San Sisto, wo Dominikus ein Kloster für die Nonnen Roms gründet und auch selber gelebt hatte, gingen wir nach Santa Sabina, eine Schenkung des Papstes an Dominikus, wo uns P. Viliam Doci OP die Geschichte des Ortes erklärte. Zu unserer großen Freude trafen wir den Ordensmeister, der uns sehr herzlich empfing.
Die in San Sisto gegründete Gemeinschaft lebt heute auf dem Monte Mario, dort feierten wir am nächsten Tag eine Messe im Angesicht der Ikone, die schon Dominikus durch Rom getragen hatte.
Auf den Spuren der frühen Christenheit
In San Clemente führte uns P. Paul Lawler OP in die Vergangenheit: Unter der Kirche aus dem 12. Jhdt. findet sich eine Kirche aus dem 4. Jhdt. Und noch tiefer standen wir in Häusern aus dem 1. Jhdt und auf dem Schutt vom Brand Roms 46 n. Chr., der Anlass für die erste Christenverfolgung mit dem Tod des Apostel Petrus war. P. Paul wies darauf hin, dass vor den 1857 begonnen Ausgrabungen Erzählungen über die frühen Christen in Rom nur fromme Legenden waren, für die es keine Belege gab.
In guter Gemeinschaft haben wir noch viel mehr gesehen und erfahren. Und wir waren gerührt über die herzliche Aufnahme seitens der Brüder und Schwestern vor Ort. Unser Dank gilt den Organisatoren dieser Reise, insbesondere P. Philipp Wagner OP, der kenntnisreich Orte, Lokale und Wege ausgewählt hatte.
Am Grab des Petrus
Am letzten Tag unserer Reise, als drei von uns schon auf dem Heimweg waren, gingen wir übrigen noch zu den Ausgrabungen unter St. Peter: Auch unter dem Petersdom gibt es einen antiken Vorgängerbau. Diese Kirche steht über den Resten eines antiken Gräberfeldes neben dem Circus, in dem im Jahr 46 die ersten Christen hingerichtet wurden. Direkt unter der Kuppel, dem Baldachin und dem Hauptaltar der heutigen Kirche findet sich der Altar der antiken Kirche, der eine Gedenkstätte ummantelt, die im frühen 2. Jhdt. errichtet wurde, um das Grab des Petrus zu kennzeichnen. Alles deutet darauf hin, dass die dort gefundenen Gebeine die jenes Fischers aus Galiläa sind, der zu Jesus sagte: „Du bist der Messias, der Sohn des lebendigen Gottes.“
Text und Fotos: die Pilgergruppe / Volker Nebel
Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Facebook. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Mehr InformationenSie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Instagram. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Mehr InformationenSie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von X. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Mehr Informationen